Winkler fordert beitragsfreien Kindergarten

Veröffentlicht am 18.08.2008 in MdB und MdL

„Der SPD-Landtagsabgeordnete Alfred Winkler fordert, zusammen mit seiner Fraktion, die Einführung des beitragsfreien Kindergartens. "Wer den Bildungsauftrag des Kindergartens wirklich stärken und die Familien spürbar entlasten will, muss den Kindergartenbesuch schrittweise gebührenfrei stellen", begründet Winkler die Forderung.

Der Entwurf seiner Fraktion sehe hier, so der Landtagsabgeordnete, einen Stufenplan vor, der bereits im Kindergartenjahr 2008/09 beginnen könne. Ab dem Kindergartenjahr 2010/11 solle dann der Kindergartenbesuch für alle Kinder ab dem dritten Geburtstag vollständig beitragsfrei sein. Darüber hinaus fordert der SPD-Gesetzentwurf, dass das Land den Kommunen die durch die Beitragsfreiheit entstehenden Mehrkosten vollständig erstattet.

Aus Winklers Sicht ist der Vorstoß seiner Fraktion ein zentraler bildungspolitischer Baustein, der neben den erforderlichen qualitativen Verbesserungen durch kleinere Gruppen und eine bessere Ausstattung mit Personal den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Kindergartens nachhaltig stärken werde. Der Besuch des Kindergartens habe nachweislich positive Auswirkungen auf die Bildungsbiografie von Kindern. Wissenschaftliche Studien belegten eindrucksvoll, dass gerade der frühkindlichen Bildung eine besondere Bedeutung im Hinblick auf den weiteren Lebensweg zukomme. "In den ersten Lebensjahren werden grundlegende Voraussetzungen für die nachfolgenden Lern- und Bildungsprozesse junger Menschen geschaffen. Je länger Kinder den Kindergarten besuchen, desto besser ist die Sprachkompetenz bei der Einschulung", betont Winkler.

In Baden-Württemberg ist der Besuch des Kindergartens für die Eltern bisher nicht kostenfrei; die Höhe der Elternbeiträge variiert je nach der Gemeinde, die Betreuungsangebote ebenso. Obwohl es Regelungen für sozial bedürftige Familien gebe, stellten die Kindergartenbeiträge immer noch eine Hürde dar, die einem Kindergartenbesuch entgegenstehe. „Vor allem bei Kindern mit Migrationshintergrund und Kindern aus bildungsfernen Haushalten gibt es immer noch Nachholbedarf.", bedauert Winkler. Für ihn ist klar: Bildungschancen beginnen bereits im Kindergarten.

 
 

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Leni Breymaier

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