Runder Tisch soll Nachfolgeprobleme bei Hausarztpraxen regeln

Veröffentlicht am 23.10.2014 in MdB und MdL

Rita Schwarzelühr-Sutter besucht AOK Bezirksdirektion Hochrhein

Seit knapp einem Jahr ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt auf teils internationalen Parkett aktiv. Den Blick für die politische Heimat hat die Abgeordnete aber keineswegs verloren und ihren Sitz im Waldshuter Kreistag beibehalten. Dass die Kreistagsabgeordnete ihre Aufgaben vor Ort sehr ernst nimmt, zeigt ihr Besuch bei der AOK Bezirksdirektion Hochrhein Bodensee. Hier sprach sie mit dem Geschäftsführer Dietmar Wieland über aktuelle gesundheitspolitische Themen aus dem Kreis Waldshut.

Ein Themenschwerpunkt des Gesprächs war die haus- und fachärztliche Versorgung im Landkreis. "Ein Großteil der im Landkreis tätigen Hausärzte ist 60 Jahre oder älter", erklärte Wieland. "Wir steuern hier sehenden Auges auf ein Versorgungsproblem zu, weil die meisten Hausarztpraxen keine Nachfolger finden." Zur Sicherstellung der vertrags- und hausärztlichen Versorgung im Landkreis skizzierte Dietmar Wieland die Forderung nach einer politischen Initiative im Sinne einer konzertierten Aktion ". zum Beispiel bei den jährlichen Gesundheitskonferenzen." Diesem Vorschlag schloss sich die Abgeordnete an: "Wir brauchen alle Beteiligten an einem Tisch und ganz dringend eine zentrale Koordination der notwendigen Maßnahmen."

Anreize für die Niederlassung von jungen Landärzten könnten zum Beispiel lokale Ärztezentren bieten mit finanzieller Unterstützung durch die Kommunen, führte Wieland weiter aus. "Gleichzeitig ist aber auch die Kassenärztliche Vereinigung gefordert, hier regulierend einzugreifen", betonte Dietmar Wieland, "zum Beispiel durch die Sperrung überversorgter Regionen für Neuzulassungen und eine bessere Honorierung von Landärzten in schwach versorgten Gebieten." Die AOK Baden-Württemberg trage ihren Teil dazu bei durch die Hausarztzentrierte Versorgung (HZV) mit deutlich besserer finanzieller Vergütung der teilnehmenden Ärzte. Im westlichen Landkreis Waldshut sei die Teilnahmequote allerdings noch geringer als im Landesvergleich. 

Ein weiteres besonderes Anliegen ist der Abgeordneten die Lage der Hebammen - insbesondere die Frage der Vergütung und der Kosten für die Haftpflichtversicherung: "Mit den aktuellen Vereinbarungen ist die Situation zunächst beruhigt. Eine Dauerlösung ist damit aber noch nicht gefunden." Dietmar Wieland versicherte, dass die Versorgungslage im Kreis flächendeckend sicher gestellt sei. Hausgeburten würden derzeit kaum stattfinden.

 
 

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Leni Breymaier

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