Freier Zugang zum beruflichen Gymnasium

Veröffentlicht am 13.05.2009 in MdB und MdL

Alfred winkler MdL

Seit Jahren bestehe an den beruflichen Gymnasien faktisch ein Numerus Clausus. Schüler mit der mittleren Reife, die über den erforderlichen Notenschnitt verfügten, könnten nicht auf ein berufliches Gymnasium wechseln. Nach wie vor müssten die Schulen wegen der verordneten Deckelung bei der Anzahl der Klassen ein Auswahlverfahren durchführen, sagte Winkler: „Damit erschwert die Landesregierung lernwilligen Schülerinnen und Schülern die Chance, die Hochschulreife zu erlangen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, muss Zugang zu einem beruflichen Gymnasium erhalten“.“

In der heutigen von der SPD initiierten Landtagsdebatte zum Thema berufliche Schulen begründet Minister Rau die geringen Plätze an den beruflichen Gymnasien mit der Mehrfachbewerbung vieler Realschüler sowohl bei den Schulen als auch bei den Lehrstellen. Winkler macht in seiner Wortmeldung gegen Minister Rau deutlich, dass viele Schüler sich um Lehrstellen ersatzweise bewerben, wenn sie trotz des geforderten Notendurchschnitts keine Aufnahmezusage an beruflichen Gymnasien erhalten. Nach Meinung des Abgeordneten ist dieser Teil der Realschulabsolventen gerade zu gezwungen, Mehrfachbewerbungen bei Lehrstellen abzugeben um kein Wartejahr zu erleben, dies obwohl sie sich für das berufliche Gymnasium entschieden haben. In mehreren Briefen haben sich Elternvertreter von Realschulen an den SPD-Abgeordneten mit der Bitte um Unterstützung gewand.

Die beruflichen Gymnasien im Landkreis ermöglichten einem nicht unerheblichen Teil der Schülerinnen und Schülern einen Aufstieg im Bildungssystem. „Trotzdem erhalten diese Schulen von der Landesregierung nicht die Unterstützung, die sie verdienen“, erklärte Alfred Winkler. Nach wie vor werde den beruflichen Gymnasien nicht erlaubt, notwendige Eingangsklassen einzurichten. Die derzeitigen Ressourcen reichten den Schulen daher nicht aus, um ihren Aufgaben gerecht zu werden. Zudem entspreche die Lehrerzuweisung nicht dem tatsächlichen Bedarf. Dabei „kann eine Unterfinanzierung des Bildungssystems ähnlich dramatische Auswirkungen haben wie das Wegbrechen von Wirtschaftszweigen“, betonte Winkler. Schon jetzt zeichne sich ab, dass der Bewerberandrang nicht bewältigt werden könne. Landesweit nur 45 zusätzliche Lehrerstellen für 30 neue Eingangsklassen reichten nicht aus – zumal angesichts des so genannten doppelten „Mittlere-Reife-Jahrgangs“ und der zahlreichen Bewerber aus den Realschulen.

Der SPD-Abgeordnete Alfred Winkler fordert deshalb: „Jeder, der die Voraussetzungen erfüllt muss Zugang zu einem beruflichen Gymnasium erhalten. Dazu müssen im Landkreis Waldshut zusätzliche Klassen gebildet werden.“

 
 

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Leni Breymaier

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