Sozialdemokratische Frauen diskutieren über Lohnungleichheit

Veröffentlicht am 02.06.2009 in Arbeitsgemeinschaften

Frances Zichanowicz, Claudia Hecht, Regina Schmied, Rita Schwarzelühr-Sutter, Isa Hess, Christel Mandel

In Waldshut hielt die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) des SPD Kreisverbandes ihre Jahreshauptversammlung ab. Im Mittelpunkt standen Wahlen und ein Vortrag der SPD- Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter zu dem Thema Entgeltgleichheit.

Claudia Hecht wurde als erste Vorsitzende wiedergewählt und Rita Schwarzelühr-Sutter als Stellvertreterin bestätigt. Zur Schriftführerin bestimmte die Versammlung Isa Hess und als weitere Beisitzerinnen wurden Regina Schmied, Frances Zichanowicz und Christel Mandel gewählt.

Anstoß zur Diskussion lieferte der Vortrag von Rita Schwarzelühr-Sutter "Equal Pay - Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit!". Darin ging sie besonders auf die Entstehung der Entgeltungleichheit und deren Problemlösung ein. Die Ursachen liegen zum einen in den geschlechtsspezifischen Trennlinien am Arbeitsmarkt. "Typische Frauenberufe müssen aufgewertet und besser bezahlt werden", sagte die Waldshuter Abgeordnete. Weitere Gründe wären familienbedingte Erwerbsunterbrechungen oder Arbeitszeitreduzierungen, von denen häufig Frauen betroffen seien. Zum anderen gäbe es in Bezug auf die Lohnfindung starke Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Deutlich werde dies meist im Falle einer Beförderung oder Gehaltserhöhung.

Die SPD will sich in ihrem Wahlprogramm deshalb besonders dafür stark machen, einen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit durchzusetzen, die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder beziehungsweise Pflegebedürftige zu verbessern, um Müttern und Pflegepersonen wieder eine Integration in das Arbeitsleben zu ermöglichen, und eine Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten anzustreben.

"Studien über die Entgeltungleichheit gegenüber Frauen in Europa beweisen, dass die Lohnschere auseinander geht. Dabei bildet Deutschland eines der Schlusslichter in der EU. Andere Länder zeigen uns, dass es Mittel und Wege gibt, diese Ungerechtigkeit zu beheben. In Schweden zum Beispiel sind Arbeitgeber verpflichtet, aktive Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung am Arbeitsplatz zu ergreifen und jährlich eine Überprüfung der Lohn- und Gehaltsbedingungen von Frauen und Männern vorzunehmen, die veröffentlicht werden muss. Aber die Offenlegung der Gehälter ist in Deutschland immer noch ein Tabuthema", sagte Rita Schwarzelühr-Sutter.

 
 

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Leni Breymaier

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