Hidir Gürakar informiert sich über die medizinische Versorgung

Veröffentlicht am 11.02.2015 in MdB und MdL

Anlässlich des Neueintritts von Dr. Keßler in die onkologische Praxis von Dr. Hoffmeister, Bad Säckingen, trafen sich Hidir Gürakar, Dr. Keßler und Dr. Hoffmeister zum Gespräch über die ärztliche Versorgung. Gemeinsam wurde über verschiedene Versorgungsformen diskutiert und Dr. Hoffmeister, der Vorsitzende des ärztlichen Kreisvereins, gab Auskunft über den derzeitigen Stand der Versorgung im Landkreis Waldshut.

Für den Landtagsabgeordneten Hidir Gürakar ist eine genaue Kenntnis der Versorgungslage im Landkreis Waldshut sehr wichtig. Deshalb wurde auch über die Frage diskutiert, warum viele junge Ärztinnen und Ärzte nicht den Weg an den Hochrhein finden. Diese Konsequenz spürt man insbesondere im hausärztlichen Bereich, wo immer mehr Patienten auf einen Arzt kommen. Die wirtschaftlich starke Hochrheinregion mit ihren Zuzugszahlen plus die absehbaren Ruhestände der praktizierenden Ärzte, erhöht unweigerlich das Arzt-Patienten-Verhältnis.

Dr. Hoffmeister pflichtete Hidir Gürakar bei, dass die kommenden Ruheständler nicht eins zu eins durch Nachwuchskräfte abgefedert werden können. Hinzu komme ein zu geringes Interesse der Medizinstudierenden am Fach Allgemeinmedizin. Auch die bundesgesetzlich vorgegebenen Bedarfsplanung und die Unzulänglichkeiten in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin verschärfe die Herausforderung, neue Ärzte an den Hochrhein zu bekommen, so Dr. Hoffmeister.

Hidir Gürakar berichtete zudem über Förderprogramme der Landesregierung in Höhe von insgesamt rund 7 Millionen Euro, die mit der Absicht aufgelegt wurden, willigen Ärzten Starthilfe bei der Übernahme und Gründung einer Praxis im ländlichen Raum in Höhe von je 30.000 Euro zu gewähren. Welche Gemeinden und Städte am Hochrhein von einem Ärzteengpass und dementsprechend zuschussfähig sind, kann auf der Homepage des Sozialministeriums abgerufen werden. Neben der stationären Versorgung der Patienten durch die beiden Spitäler und der Betreuung durch die Hausärzte ist die ambulante fachärztliche Behandlung aus der derzeitigen Versorgung nicht wegzudenken. Der aktuelle Referentenentwurf des Gesundheitsministeriums sieht jedoch eine deutliche Verminderung der Anzahl der Fachärzte in Baden- Württemberg vor. Ganz entgegen dieses Trends ist durch den Eintritt von Dr. Keßler in die Praxis Hoffmeister die regionale Versorgung insbesondere für Krebspatienten erfreulich verstärkt worden.

Der erfahrene Onkologe war zuletzt als langjähriger Oberarzt in der Oberschwabenklinik in Ravensburg tätig. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe" so Dr. Keßler. Auch der örtliche Landtagsabgeordnete freut sich über die Verstärkung des Teams in der Praxis Hoffmeister: „Es geht auch anders. Es zeigt sich, dass sich die Anstrengungen im Sinne der Patienten und der Versorgung in der Region auszahlen. Ich wünsche dem Team alles Gute.“

 
 

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Leni Breymaier

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